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  • AutorenbildKOH-I-NOOR HARDTMUTH

Die Magie des Zeichnens mit farbigen Pastellstiften


Das Zeichnen mit Pastellkreiden wird hauptsächlich mit der Periode des Impressionismus in Verbindung gebracht. Die Technik entstand jedoch schon viele Jahre früher und wurde nicht nur von Degas oder Renoir zur Erschaffung ihrer Werke verwendet. Heute zeichnen sowohl angesehene Künstler als auch Schülerinnen und Schüler im Kunstunterricht mit Pastellstiften bzw. -kreiden.




Schon die Meister der Renaissance, wie Leonardo da Vinci und Michelangelo, verwendeten zum Zeichnen Naturkohle, aus der sich im Laufe der Zeit Pastellkreiden entwickelten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass im selben Land, in dem diese beiden Künstler arbeiteten, im 16. Jahrhundert die Pastellmalerei offiziell erkannt wurde.


Pastellstifte wurden und werden auch heute noch aus reinen, pulverförmigen Pigmenten hergestellt, die mit Kreide und einer ausreichenden Menge Gummi arabicum oder einem anderen Bindemittel vermischt werden.


Anders als heute war früher die Pastellkreide jedoch nur in den Farben Schwarz, Weiß und Rot erhältlich. Mittlerweile gibt es Pastellkreidestifte in etwa sechzehnhundert verschiedenen Farben und Schattierungen.



Zu den ersten großen Künstlern, die die Pastellmalerei anwendeten, gehörte Hans Holbein der Jüngere, ein deutscher Maler und Grafiker der Renaissance. Dieser war am Hof von König Heinrich VIII. von England tätig. Es ist daher recht merkwürdig, dass sich Pastellkreiden in England erst zwei Jahrhunderte später durchsetzten. Die Pastellmalerei wurde zu einer Modeerscheinung unter Menschen mit einem hohen sozialen Status, und der Preis der fertigen Werke war damals mit dem eines Ölgemäldes vergleichbar.


Nach anfänglicher Begeisterung gehörte die Pastellmalerei vor allem jungen Künstlern und Amateuren. Erst im 19. Jahrhundert wurde sie durch den bereits erwähnten Edgar Degas berühmt, der die Pastellmalerei von einer alleinigen Skizziertechnik in eine vollwertige künstlerische Technik verwandelte.


Edgar Degas


Es dauerte nicht lange, bis die Möglichkeiten, die Pastellkreidestifte zu bieten hatten, die Aufmerksamkeit anderer Kunstgrößen auf sich zog, darunter Paul Gauguin, Henri Matisse, Claude Monet, Auguste Renoir und Henri de Toulouse-Lautrec. Sogar Pablo Picasso geriet in ihren Bann und trug dazu bei, die Ölpastellmalerei zu verbessern und zu einer professionellen künstlerischen Technik zu machen.


Claude Monet


Pastellfarben werden aus pulverisierten Pigmenten hergestellt, die mit Kreide oder Ton vermischt werden. Diese Mischung wird anschließend mit einem Bindemittel angereichert, das z. B. Gummi arabicum oder Tragant-Pulver sein kann. Diese Masse wird dann geschnitten, zu Stäbchen (Pastellstiften) geformt und ausgehärtet.


Das Verhältnis von Bindemittel zu Pigment spielt beim Schneiden von Pastellkreiden eine wichtige Rolle. Nach diesem Kriterium werden die Kreiden in weiche, harte, Öl- und Stiftpastelle eingeteilt, wobei jede Kreide sich für eine andere Art des Zeichnens oder Malens eignet.



Henri de Toulouse-Lautrec


Weichpastellkreiden, auch Trocken- oder Staubpastellkreiden genannt, enthalten eine große Menge an Pigmenten und eine geringe Menge an Bindemittel. Dadurch sind diese Softpastellkreiden leicht mischbar und schichtbar. Allerdings sollten Sie das fertige Gemälde mit einem Fixiermittel versehen, das Sie im KOH-I-NOOR-Onlineshop in Form eines Sprays bestellen können. Dort finden Sie ebenso eine große Auswahl an farbigen Pastellkreiden vor. Neben kleineren Sets können Sie auch große Pastell-Sets für Profis kaufen.




Hartpastellkreiden enthalten mehr Bindemittel und weniger Pigmente als Weichpastellkreiden. Dadurch sind sie weniger zerbrechlich und lassen sich besser schneiden, was vor allem für dünne Linien und Details nützlich ist. Die Streich- sowie die Farbmischfähigkeit dieser Pastellkreiden sind ähnlich wie bei den Softpastellkreiden. Somit besteht die Möglichkeit, beide Arten miteinander zu kombinieren.





Weiche und harte Pastellkreiden sollten jedoch nicht mit Ölpastellen gemischt werden, da diese einen wachsartigen Rückstand hinterlassen. Das Bindemittel ist Wachs oder Öl. Das Pigment der Ölpastellkreiden ist in großen Mengen vorhanden, sodass die Farben dieser Kreiden sehr kräftig sind. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Typen lassen sich Wachspastellkreiden nicht gut verwischen. Allerdings können sie mit den Fingern oder einem Pinsel verteilt werden. Dank all dieser Eigenschaften ist es nicht notwendig, mit Ölpastellkreiden gemalten Bilder zu fixieren.


Für feine Details, Umrisse oder Linien finden manche Menschen auch Pastellstifte nützlich. Wie beim Einsatz von weichen oder harten Pastellkreiden sollten Sie nach dem Malen mit Pastellstiften jedoch daran denken, das fertige Bild zu fixieren.





Natalia Leonová


Interessieren Sie sich für Pastellfarben und möchten diese auch ausprobieren? Die russische Künstlerin Natalia Leonova könnte Sie dazu inspirieren, Ihre eigenen Werke mit Pastellmalerei zu erschaffen. Wenn Sie eher einen abstrakten Stil bevorzugen, empfehlen wir Ihnen, die Arbeiten des jungen tschechischen Künstlers Matyáš Maláč zu entdecken. Vergessen Sie nicht, Ihre Werke mit uns zu teilen und sie in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Wir freuen uns schon auf Ihre Ergebnisse!

Matyáš Maláč


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